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Frau Wäber" ist auch im fortgeschrittenen Bühnenalter noch unbemannt.
An Verehrern - und Verehrerinnen - mangelt es der Schwarzwälderin
dennoch nicht. Wenn die vom "Feldberger" Hansy Vogt erfundene und
verkörperte Kultfigur mit der dicken Brille und den breiten Hüften
ruft, kommen die Verehrer in Scharen.
Am Sonntag füllte "Frau Wäbers"
Fan-Gemeinde die Waldshuter Stadthalle - fast vollständig. Kaum einer
der 500 Plätze blieb unbesetzt.
"Frau Wäber" war nicht allein nach Waldshut gekommen. Das Schwarzwald-Quartett "Die Feldberger" hatte sie mitgebracht, die beiden "Grashüpfer" aus dem Glottertal, Bernd Weißhaar und Jürgen Schindler, die charmante Volksmusik- und Schlagersängerin Mara Kayser und Reiner Kirsten, die "neue Stimme der SWR4-Wunschmelodie aus Freiburg" - Heinz Siebeneichers Nachfolger am Radiomikrofon und auf den Bühnen im Land.
"Frau Wäbers" Truppe versprach drei kurzweilige Stunden mit Herz und Hände, sogar Arme bewegender Musik und mit befreiender Zwerchfellmassage. Die Fans waren mehr als zufrieden - schlagartig, als ob ein Schalter angeknipst worden wäre, war Stimmung im Saal, als "Frau Wäber" die Bühne betrat um in ihrer schrulligen, ironischen, öfters auch in Gürtellinien-Nähe geratenden Art über das ganz alltägliche Leben zu plaudern - vom Piercing bis zur Partnersuche im Internet. Die Ulknudel rührte das Waldshuter Publikum zu Lach- und Beifallstürmen.
Die "Grashüpfer" transportierten mit der "Köhlerliesel", die im Wald zu Hause ist und der "Kleinen Schwarzwaldmarie" die gute Laune weiter. Spätestens bei der Schwarzwälder "Nationalhymne", der im Tal stehenden "Schwarzwälder Mühle" sang auch der letzte Zuhörer mit.
Mit Blondhaar, strahlen weißem Lächeln und softer Stimme nahm dann Reiner Kirsten, der neue Moderator der "Wunschmelodie" das Publikum für sich ein - vor allem das weibliche. Als er bei seinem Hit "Der Schäfer von Monte Castello" Elfriede Thieme aus der ersten Zuhörerreihe in den Arm nahm, hatte der jüngste Sohn der Schwarzwaldfamilie Jäckle aus Elzach beim Publikum seine Sympathie-Schäfchen im Trockenen - und die Dame aus Horheim war bewegt: "Von Reiner Kirsten in den Arm genommen zu werden ist schon ein schönes Erlebnis", gestand sie danach.
Charmant und romantisch brachte Volksmusik- und Schlagerstar Mary Kayser weiblichen Kontrast in "Frau Wäbers" Programm bevor die "Feldberger" dann zum musikalischen Schlussspurt ansetzten. Frontsänger Hansy Vogt, da schon ohne "Frau Wäbers" Brille, Rock und Perücke, machte dabei die "Feldberger" als Urheber des zurzeit so guten Wetters aus: Ihr Hit "Petrus, schieb die Wolken weg", sei ganz offensichtlich gehört und erhört worden.
(Waldshut-Tiengen, MANFRED HERBST, 23. April 2007)
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