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Badische Zeitung vom 03.02.09 - "Grashüpfer", eine der besten Live-Bands der Region...

SCHUTTERTAL-SCHWEIGHAUSEN. (rof). Mit drei gehaltvollen Böllerschüssen,

vom Schießrain oberhalb dem Bergdorf abgegeben, ist der vierte Nachtumzug in Schweighausen gestartet.

Die Narrenzunft der Geisberger Geisenmeckerer konnte am Samstagabend 20 Gastzünfte im Schuttertal willkommen heißen. Dennoch blieb der Besucheransturm etwas hinter den Erwartungen zurück.

Zwanzig Minuten dauerte der vierte Nachtumzug durch die Bergstraße hinunter auf den Schulhof zur Bergdorfhalle. Angeführt wurde der närrische Lindwurm vom Musikverein Schweighausen. Auf der Rathaustreppe präsentierte Zunftmeister Guido Mücke die Gastzünfte den Zuschauern. "Hexen und Geister aller Rassen" waren überwiegend zu sehen, "schaurig schöne Masken in trocken kalter Nacht, so macht die Winteraustreibung Spaß". Zwei Umzugswagen waren dabei, zunächst die Gastgeber mit dem Geisenwagen und als Höhepunkt der 20 Meter lange Tross der Leheneck-Bestien aus Heuweiler. Die seit drei Jahren bestehende Narrengruppe hatte sich für ihre Bestien, die auf eine Sage vom Leheneck zurückgegeben, einen gigantisch schaurigen Wagen gebaut. Zum Zunftabend begrüßte der Oberzunftmeister der Geisen-meckerer, Jan Fischer, die Narren in der Bergdorfhalle. Die befreundeten Käppeli-Baschi aus Malterdingen bemühten sich zwar gleich vom Start weg als absolute Party-Narren, aber der Besuch und auch die Stimmung waren zunächst eher verhalten.

Der sonst übliche Ansturm in die Bergdorfhalle war ausgeblieben. Das mag auf die Narrendisco im Schützenkeller und auf Fasentveranstaltungen in den umliegenden Gemeinden zurückzuführen sein. Nach und nach kamen dann aber auch Engel ins Bergdorf angereist, darunter soll auch Bürgermeister Carsten Gabbert gesichtet worden sein.

Den Programmauftakt übernahm die Guggemusik "KoMaSex", aus Kollmarsreute, Malterdingen und Sexau kommend. Das Geiseballett, unter der Leitung von Sandra und Simon Göppert, war mit einem Garde- und einem Show-Tanz präsent. In der völlig abgedunkelten Halle zeigten die Lahrer Hexen ihren Tanz. "Schräg und Lutt" wurde es mit der aus Umkirch angereisten Guggemusik in feinstem "Goethe-Kostüm". Nicht ohne Zugaben kamen die Tanzgruppen "In Motion" aus Schuttertal und die "Impuls-Girls" aus Dörlinbach von der Bühne. Die "Riddemer Noterätscher" imponierten dem Publikum mit Show-Effekten zu ihrer Fasentmusik. So bekam der Fanfarenbläser, auf zwei Trommeln stehend, großen Applaus.

Höhepunkt de Programms war der Auftritt der Geisenmeckerer. Zunftmeister Guido Mücke verstand es wieder einmal, die "Jungböcke" um sich zu scharen und holte mit dem Schäferlied die Gäste auf die Beine. Tosender Beifall! Beim anschließenden Fliegerlied füllte sich die Bühne, und alle wollten mitmachen. Die Halle tobte, aber leider erst zum Ende des Programms. Ein krönender Abschluss gelang den Hochburger Ruinen Fetzzer aus Emmendingen. Die Akteure begeisterten mit ihren musikalischen Blödeleien das Publikum.

Durch das rund dreistündige Programm führte Udo Fischer, bevor die "Grashüpfer", eine der besten Live-Bands der Region, endgültig das Zepter übernahm. Insgesamt verlief das Event ohne besondere Vorkommnisse, das engagierte Security-Team hatte einen ruhigen Job.

Foto: Heidi Foessel
Quelle: Badische Zeitung vom 03.02.09

 
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