Gehüpft, gekreischt und gejubelt
Südkurier, 29. April 2005

Villingen-Schwenningen - 29.04.2005

"Fröhlicher Alltag" wirkt für 500 Fans in Neuer Tonhalle ansteckend - Stehende Ovationen


"Fröhlicher Alltag" in der Neuen Tonhalle in Villingen: Die beliebte Volksmusiksendung gastierte in der Zähringerstadt: Ein rund 500-köpfiger Fanclub, nicht nur von älteren Semestern, ließ es sich nicht nehmen, live dabei zu sein, um sich für drei Stunden unterhalten zu lassen.

Sehnsüchtig erwartet wurde natürlich Heinz Siebeneicher, die Seele der Sendung. Erleichtertes Klatschen, als er nach dem Erklingen der Erkennungsmelodie endlich die Bühne betrat, das Mikrofon in der einen, das Maskottchen Elsa in der anderen Hand. Das Villinger Publikum und der locker und witzig plaudernde Conferencier verstanden sich auf Anhieb.

Musikalisch brachen dann die "Grashüpfer" aus dem Glottertal das Eis. "Sie sangen nicht nur "Wir sind super drauf", sie waren es auch, und dies wirkte ansteckend. Bei Melodien zum Fröhlichsein und zum Träumen gingen die Hände hoch und anstelle von Wunderkerzen leuchtete das eine oder andere Feuerzeug in den Zuschauerreihen. Tränen in den Augen hatten die Zuhörer, als Heinz Siebeneicher und Frau Wäber die kleinen oder vermeintlichen Problemchen des Lebens glossierten, in denen sie sich wieder fanden.



Tatsächlich dabei gewesen zu sein, das war doch etwas Anderes als Fernsehen: Viele Besucher waren vom "Fröhlichen Alltag" in der Neuen Tonhalle begeistert.

Andächtig aufmerksame Stille unter den Zuhörern, als "der" Startrompeter schlechthin, Walter Scholz, einen Querschnitt seines Könnens gab und bewunderndes Murmeln für den "Sugar Blues", bei dem ein Weinglas vor dem Trompetentrichter den charakteristischen Jazz-Sound hervorrief.

Auch die österreichischen Volksmusiksterne "Sigrid und Marina" zog die Besucher in ihren Bann. Ihre Melodienfolgen, abwechselnd unbeschwert und nachdenklich, zog das Publikum immer mit ein. Einfühlsam war, wie sie sich mit Werner aus Oberndorf einen sportlichen Tänzer auf die Bühne holten und ihn wieder zurückbrachten.

Die "Feldberger" brachten die Tonhalle zum Toben. Schon ihre Ankündigung wurde durch vernehmliches Murmeln begleitet. Sie zogen alle Register der Animation, und die Besucher ließen sich freudig einbinden. Es wurde im richtigen Augenblick gehüpft, gekreischt, gejuchzt und gejubelt. Nebenbei flossen einige Informationen zum Familienleben mit ein und symbolisch für das ganze Publikum gab es für Gaby aus Pfaffenweiler einen "Ritt" auf der (Steyrischen) Harmonika.

Heinz Siebeneicher blieb es vorbehalten, nahtlos zum Abschluss ganz leise Servus zu sagen. "Das muss man einfach mal gesehen haben", war die spontane Meinung einer Zuhörerin. (Südkurier, 29. April 2005)

 
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