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Südkurier - 14.03.2005
Frau Wäber entzückt das Publikum
Waldshut-Tiengen von Manfred Herbst
Alt ist, wessen Kreislauf nach dem Aufstehen noch etwas liegen bleibt. Gemessen an dieser Lebensphilosophie der SWR-Kultfigur "Frau Wäber" war das Stadthallenpublikum bei Heinz Siebeneichers Präsentation seiner Volksmusikstars aus der TV-Sendung "Fröhlicher Alltag" am Freitag in Waldshut äußerst jung - wenngleich nicht an Lebensjahren.
Von der ersten Sekunde des dreistündigen volkstümlichen Unterhaltungsprogramms liefen Kreislauf und Stimmung der über 600 jung gebliebenen Besucher auf Hochtouren. Von Jestetten und Görwihl, aus dem Rheintal und vom Hotzenwald waren sie gekommen um Moderator Heinz Siebeneicher, den Acherner Startrompeter Walter Scholz, die beiden "Grashüpfer" der Volksmusik Bernd Weißhaar und Jürgen Beha aus dem Glottertal, das Schlagerduo Sigrid und Marina aus dem Salzburger Land und die "Feldberger", die Volksmusikband aus dem "wilden" Süden des Schwarzwalds live zu hören und zu sehen - vor allem aber die zur Kultfigur des Südwestrundfunks (SWR) gewordene "Frau Wäber" mitzuerleben. Die Publikumserwartung wurde am Freitagabend erfüllt, wie immer wieder anhaltender Applaus bewies, fröhliches Mitsingen oder herzliches Lachen. "Auf der Hütt'n, ja da herrschen andere Sitten" der "Grashüpfer" kam ebenso gut an, wie der "Trompeter von Säckingen" von Walter Scholz, das von Sigrid und Marina gesungene Volkslied "Wenn ich ein Glöcklein wär" oder das Schwarzwald-Repertoire der "Feldberger", die nach dem Waldshuter Auftritt nach Obersdorf weiterfuhren, um dort im Schnee mit Hansi Hinterseer Fernsehaufnahmen für eine kommende Weihnachtssendung zu machen. Eine Schau für sich war die in biederem schwarzwälder Chick daherkommende badische Landfrau "Frau Wäber", hinter der sich niemand anderes, als der Frontsänger der "Feldberger", Hansy Vogt verbirgt. Die zur Kultfigur herangewachsene schusselige Assistentin in Siebeneichers SWR-3-Fernsehsendung "Fröhlichem Alltag" nahm unter anderem nicht nur ihr "Idol" Siebeneicher liebenswürdig aufs Korn als "Volksmusik-Dazwischenschwätzer", sondern auch die Männer im allgemeinen, als sie davor warnte, auf strahlende Augen hereinzufallen. Das Strahlen könne ja auch nur die Sonne sein, die durch einen hohlen Männerkopf durchscheine. Wie gut das Programm bei den Besuchern aus der Region, unter denen nur eine Handvoll Waldshuter auszumachen war, ankam, ließ sich auch am Andrang an den CD-Verkaufsständen der Künstler in der Pause und nach Programmschluss ablesen.
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