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Mit FRAU WÄBER was zum Lachen |
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12.04.2007 |
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Hansy
Vogt und Volksmusikstars lockten Fans aller Altersklassen in die
Stadthalle / Witze von Hansy Vogt zuweilen etwas deftig -
Von
unserer Mitarbeiterin Hildegard Siebold
WEHR. Wenn Frau Wäber, alias
Hansy Vogt, ihre Volksmusikstars einpackt und durch die Lande tourt,
dann darf sich das Publikum freuen auf kurzweilige Stunden voller
leichter Unterhaltungskost — die wohltuende Zwerchfellmassage gleich
mit inbegriffen.
Am Dienstagnachmittag noch in Bad Bellingen, war am
Abend die Stadthalle in Wehr ausgewählte Tourneestation unter insgesamt
22 Veranstaltungsorten. Die Fans bedankten sich für den Abstecher ins
Wehratal mit fast voll besetzten Tischreihen.
Wer
nun gedacht hatte, Volksmusikfans gibt es nur unter der älteren
Generation, sah sich schnell eines besseren belehrt: Alle Altersklassen
waren vertreten, selbst kleine Fans hatten den Weg in die Stadthalle
gefunden und harrten mit neugierigem Blick dessen, was da kommen sollte.
Zuerst
kam natürlich Frau Wäber, genauer gesagt Martha Wäber, geboren im
schönen Schwarzwald und ebenso liebevoll wie leicht übertrieben
schrullig dargestellt von Hansy Vogt. Mit der bundesweit bekannten
Ulk-Nummer "Frau Wäber" hat der einstige Konditor und Frontsänger der
Stargruppe "Die Feldberger" den Durchbruch geschafft und ist immer für
einen Lacher gut, wenn er in komödiantischer Manier über die modernen
Errungenschaften der heutigen Gesellschaft sinniert, seine mit Ironie
gespickten, zuweilen deftigen Persiflagen ins Publikum hineinwirft und
sich oft gefährlich nahe an die Gürtellinie heran wagt. Dass er bei all
dem immer das gewisse Fünkchen Wahrheit im Blick behält — "Man muss
schon wissen, wo der Weg hinführt, dann kann mal auch mal links oder
rechts raus laufen" — macht ihn wohl so beliebt. Ebenso kurzweilig
offerierte sich das restliche Programm — angefüllt mit Volksmusik satt.
Eine ganz gehörige Portion Lausbuben-Charme
brachten die "Grashüpfer" auf die Bühne, zwei fröhliche und überaus
sympathische Jungs aus dem Glottertal, die sich seit 15 Jahren
pfiffiger Schwarzwaldmusik verschrieben haben. Dabei ist das Rezept von
Jürgen Schindler
und Bernd Weißhaar so banal wie wohlschmeckend: Man nehme
Quetschkommode und Gitarre, paare das Ganze mit einem flotten Refrain
und fertig ist der Volksmusikhit.
Die bis dahin kaum vermutete
Steigerung der Charme-Offensive folgte mit Reiner Kirsten. Blond,
blauäugig, das sympathische "Blendax" -Lächeln mit dem weißen
Dreiteiler um die Wette strahlend, smarter Sunnyboy und
Schwiegermutter-Traum in einem, eroberte er die zumeist weiblichen Fans
im Handumdrehen. Als Mitglied der bekannten Schwarzwald-Familie Jäkle
stand er bereits im Alter von sechs Jahren auf der Bühne und machte
sich als mehrfacher Finalist beim Grand Prix der Volksmusik einen
Namen. "Angekommen" ist auch Mara Kayer, die seit 1993 in der deutschen
Musikszene mitmischt und mit charmanter Ausstrahlung und starker Stimme
den weiblichen Kontrast im gut dreistündigen Programm setzte. Ihren
Liebesliedern folgte eine temporeiche Fahrt mit den "Feldbergern",
dominiert von der steirischen Handharmonika, deren Spiel zum Klatschen,
Schunkeln und Mitsingen einlud und am Ende des Abends mit "Molto Bene
Marina" Kurzurlaubsstimmung aufkommen ließ.
Alle Fotos von Hildegard Siebold Quelle: Badische Zeitung vom
Donnerstag, 12. April 2007
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