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Von
Volksmusikstars über historisches Brauchtum bis hin zum
Blasmusik-Spektakel -
Mit einem grandiosen Festwochenende
feierte der Musikverein Windenreute sein 100-jähriges Jubiläum. Das
ganze Dorf war auf den Beinen und half und feierte kräftig mit. „Alles
hat reibungslos geklappt“, zog Musikvereins-Vorsitzender Werner Kerner
am Montag im ET-Gespräch positive Bilanz, freute sich über die tolle
Unterstützung von vielen Seiten sowie ein rundum gelungenes
Jubiläumsfest.
„Zahlreiche Einzelpersonen, Familien
und heimische Betriebe brachten sich insbesondere beim historischen
Festumzug am Sonntag mit ein“, lobte Kern das große Engagement der
Bevölkerung. „Auch ohne die tatkräftige Mithilfe der Musikerinnen und
Musiker hätten wir die Großveranstaltung nicht gemeistert!“ Kern freute
sich über ein rundum gelungenes und attraktives Jubiläumsfest, das seit
der 900-Jahr-Feier Windenreutes (1994) wohl das bedeutendste Ereignis
imStadtteil war.
Die viertägigen Feierlichkeiten
begannen am vergangenen Freitag vielversprechend mit der „Qowaz“-Party.
Nahezu 400 Jugendliche und jung gebliebene Gäste feierten und tanzten
ausgelassen im Festzelt zu den fetzigen Party-Rhythmen von DJ Andy und
DJ Poldi.
Volksmusikstars zun Anfassen: Zum
ersten großen Höhepunkt wurde der vom Medienverbund Oberrhein
präsentierte bunte Abend des volkstümlichen Schlagers („In der
Musikantenschänke“)am vergangenen Samstag mit zahlreichen
Fernsehgrößen. Rund 800 begeisterte Volksmusikfans, darunter auch Gäste
aus Cuxhaven, erlebten ihre Stars einmal hautnah. So die „Grashüpfer“,
das bekannte Duo aus dem Glottertal, das den stimmungsvollen Auftakt
machte, die 17-jährige Schlagerprinzessin Nicole de Marco aus Gutach,
die Lieder von ihrer aktuellen CD („Ich hab einfach Spaß am Leben“)
vorstellte und den heimlichen Star des Abends, Überraschungsgast Martin
Dom, der mit stimmlicher Brillanz auf der ganzen Linie überzeugte.
Fernsehstar Reiner Kirsten, der Sonnyboy aus Oberprechtal, gab sich in
Windenreute betont volksnah („Hallo, ich bin derReiner“) und erntete
dafür wahre Beifallsstürme. Neben der „Schwarzwälder
Nationalhymne“ sang er auch seine bekannten Hits (u.a. „Der Schäfer von
Monte Castello“, „Ein kleines Teufelchen“) und vergaß dabei die Hommage
an seine anwesende Mutter nicht. Anita Hofmann (Geschwister Hofmann)
begeisterte mit einer imposanten Solo-Show und vielseitigem
musikalischem Talent (Alphorn, Trompete, Horn), so dass die Gäste das
Fehlen ihrer schwangeren Schwester Alexandra verschmerzen konnten. In
die Bresche sprang auch Volksmusikstar Angela Wiedel, die als
hochkarätiger Überraschungsgast die Fans begeisterte. Die begnadete
Sängerin wird Deutschland 2007 beimVorentscheid zum Grandprix der
Volksmusik vertreten. Für das abschließende „Stimmungsfeuerwerk“ des
viereinhalbstündigen Programms sorgten „Die Feldberger“, Deutschlands
Stimmungsband Nr. 1. Die Mannen um Frontman Hansy Vogt, die bereits am
nächsten Tag mit Reiner Kirsten beim ZDF-Fernsehgarten in Mainz
auftraten, präsentierten sich gewohnt professionell und publikumsnah.
Moderator Martin Blum führte die Gäste einfallsreich durch den Abend.
Wie
zu Großmutters Zeiten: Zum unvergesslichen Ereignis wurde auch der
große Festumzug am Sonntag mit über 30 Teilnehmern, Blasmusikkapellen
und historischen Gruppen aus der Region sowie originellen Motivwagen.
Angeführt von der Kutsche mit OB Schlatterer, Ortvorsteher Friedrich
Hegener, Musikvereinschef Werner Kern und Ehrenvorstand Hans Birkhofer
sowie den „Hachberger Herolden“ schlängelte sich der Lindwurm durch das
Dorf. Mit dabei waren auch viele Windenreuter Vereine und
Betriebe sowie die heimische Feuerwehr. Viele Zaungäste entlang der
Umzugsstrecke (Bergstraße, Panoramastraße) jubelten den Teilnehmern
begeistert zu.
Blasmusikspektakel der Extraklasse: Krönender
und zugleich abschließender Höhepunkt der Feierlichkeiten war die
„100er-Gala-Nacht“ am Festmontag. Das vonKulturpreisträger Werner
Englert eigens für dasJubiläum einstudierte und inszenierte
Blasmusik-Spektakel mit rund 250 Musikerinnen und Musikern
(Musikvereine Freiamt, Maleck, Ottoschwanden und Windenreute, Musikzug
TV Sexau) sowie der Kreisschüler-Bigband „Funky Devilz“ wurde zum
völlig neuen und unvergesslichen Klangerlebnis. Die Blasmusiker ließen
die vergangenen 100 Jahre mit lauten, leisen, traurigen und
stimmungsvollen Tönen, angefangen von der Aufbruchstimmung im
Industriezeitalter bis hin zu den modernen Rhythmen der Gegenwart,
musikalisch Revue passieren und wurden dafür mit stehenden Ovationen
von rund 600 Zuhörern belohnt. Ein toller Abend, auch für den
Musikvereinsvorsitzenden. „Damit hast Du uns das schönste
Geburtstagsgeschenk gemacht“, dankte er dem Kulturpreisträger mit einem
„edlen Tröpfchen“. (tg)
Quelle: Emmendinger Tor vom 13.07 |