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"Wir fühlen uns hier sehr willkommen" |
Gute Laune in Walldürn: Show "Frau Wäber präsentiert ihre Stars" in der Nibelungenhalle / Begeisterungsstürme für Liane, die Grashüpfer, die Feldberger und Reiner Kirsten.
Von unserem Redaktionsmitglied Sabine Küssner
- Es war einmal eine Frau, die war so schön, dass ein Jeder sie begehrte. Tellergroße blaue Augen hinter dicken Brillengläsern, die Haare perfekt ondoliert, die Lippen akkurat geschminkt und ihre Figur - kein Topmodel dieser Welt hätte eine Chance gegen sie und ihr "sexy Fahrgestell". Nun begab sich also diese wunderschöne Frau ("Neulich zog mich einer ins Gebüsch") nach Walldürn und erleuchtete die Nibelungenhalle mit ihrem Glanz und ihrer Grazie. Freundlicherweise hatte sie den Hausmeister gebeten, die Heizung noch etwas höher zu drehen, so dass den Männern in der Halle noch etwas heißer wurde bei ihrem Anblick. Vor allem Jürgen aus der ersten Reihe.
Frau Wäber, so heißt die Lichtgestalt, ist trotz ihrer fast schon unwirklichen Schönheit nämlich immer noch Single und auf der Suche nach dem Traummann. Jürgen kam ihrem Ideal da schon sehr nahe . . .
"Frau Wäber präsentiert ihre Stars" hieß die Show, man könnte sie aber auch "Stars präsentieren Frau Wäber" nennen. "Sie" ist (normalerweise) der erklärte Publikumsliebling. In Walldürn allerdings machte "ihr" eine andere, echte Schönheit so richtig Konkurrenz. Wenn Liane auftritt, dann tobt die Halle, dann erreicht die Temperatur ihren Siedepunkt (der am Sonntag bei gefühlten 50 Grad lag). Zweimal musste sie ihren großen Hit "Verliebtes Herz gesucht" singen, und auch bei "Die Nächte von Napoli", "Frühling am Lago Maggiore" und "Du bist wie Champagner" kannte die Begeisterung keine Grenzen. Von Bruder Udo gab es auf der Bühne einen großen Blumenstrauß - eine schöne Geste.
Aber auch die anderen Künstler, die mit Frau Wäber angereist waren, badeten im Applaus des dankbaren Walldürner Publikums. "Die Grashüpfer" aus dem Glottertal spielten gekonnt die Anheizer. "Köhlerliesl", "Das Kufsteinlied", "Waldeslust" oder "Die Schwarzwaldmarie" (bei der Frau Wäber über die Bühne wackelte): Die Zuschauer konnten nach Herzenslust mitsingen und mitschunkeln. Das war bei Reiner Kirsten ("Halli hallo, ich bin der Reiner") nicht anders. Vom sympathischen "Benjamin" der Schwarzwaldfamilie Jäkle gab es ein paar Lektionen in Lebenshilfe ("Gehen Sie lächelnd durchs Leben") und viele Hits wie "Mein kleines Paradies, "Da will ich mehr davon" oder "Aber dich gibt's nur einmal für mich" (mit Kommentaren von Frau Wäber). Längst hatten sich die Fans vorne an der Bühne versammelt und ließen mit ihrer Feierlaune die Temperaturen noch um ein paar Grade ansteigen.
Als "Die Feldberger" die Bühne stürmten, hatte Frau Wäber Feierabend. Hansy Vogt war nun wieder Bandleader und zog mit seinen Jungs Chris, Joe und Lothar eine sehenswerte Show ab. Dazu gab es Nachhilfe in Musik. Vogt erklärte das diatonische System von Chris' Steirischer Harmonika ("Er muss nach Rippberg rüberziehen oder Buchen musst du suchen drücken"), und die Band zauberte den Fans mit Liedern wie "Die Welt von ganz weit oben sehn" , "Petrus schieb die Wolken weg" oder "Fahrende Musikanten" ein glückliches Lächeln ins Gesicht. "Die Feldberger feiern den Höhepunkt ihrer Karriere heute abend in Walldürn", ulkte Scherzkeks Hansy Vogt und fügte - diesmal ernst gemeint - hinzu: "Wir fühlen uns hier sehr, sehr willkommen."
Fränkische Nachrichten 27. Mai 2009
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